Athletic 57 (4. Liga) - Stehaufmännchen

Am liebsten würde ich nur über das Spiel vom vergangenem Samstag, 1. Dezember, berichten. Handball nahe der Perfektion, selbstverständlich bezogen auf unsere Liga.

Der Start im September gegen Turbenthal gelang resultatmässig. Die linke Seite - Flügel und Aufbauer - hielten uns im Spiel und den Gegner in Schach. Die Flügeltore (kein Schreibfehler!) fehlten im Spiel gegen Wil, nicht wegen Formbaisse unseres Topscorers sondern wegen kurzfristiger Unabkömmlichkeit. Comeback von Heinz und - vermutlich letztem Spiel des altgedienten Kreisläufers - konnten die Niederlage nicht verhindern. Dennoch in einem kampfbetonten, doch fairen Spiel, haben wir uns gut verkauft.

Nicht die Feigheit vor dem Gegner (Wiesendangen/Yellow) war die Ursache für die Forfait-Niederlage, sondern die pure Unmöglichkeit, genügend Spieler mitten in den Herbstferien zu organisieren.

... und dann ging es nur noch aufwärts. Mit dem Sieg gegen Pfadi Winterthur WIN begann der goldene Herbst. Aus neutraler Warte betrachtet, hatten wir nach Mitte der zweiten Halbzeit das Spiel eigentlich verloren. Das Dilemma des gegnerischen Coaches, nur die Besten spielen zu lassen oder auch etwas weniger talentierten Spielern Zeit einzuräumen, wurde zu unseren Gunsten entschieden. Die Tore erzielen, um den Rückstand in einen Vorsprung umzumünzen, mussten wir doch schon noch selbst bewerkstelligen.

Als Saisonvorbereitgung ist immer die grosse Diskussion: Besuchen wir ein Turnier oder nicht. Dieses Jahr waren wir wieder am Nachtturnier in Andelfingen. Die Erfahrung mit knappen Resultatten umzugehen, konnten wir dort erweiteern mit drei Spielen mit nur einem Tor Unterschied (2 davon für uns). Diese Fähigkeit kam uns im Spiel gegen Seen Tigers 3 zu Nutze. Mit einem Tor Vorsprung bewiesen wir Nerven und erzwangen das bessere Ende.

Mit 10 Feldspielern, 2 Torhütern und damit "au grand complet" konnten wir gegen Räterschen antreten. Die diesjährige Mannschaft von Räterschen ist nicht zu verlgeichen mit der Plauschmannschaft früherer Jahre. Bereits letztes Jahr musstne wir in der Vorrunde diese Erfahrung machen. Es ist nicht die taktisch feinste Klinge, den besten Spielder des Gegners mit einer Manndeckung zu neutralisieren. Doch einfach abschiessen lassen wollten wir uns auch nicht. Mit einer sehr konzentrierten Leistung hielten wir unseren Vorsprung von 3 bis 4 Toren bis kurz vor der Pause. Zwei unglückliche Aktionen verringerten ihn auf 2 und vervielfachten die Spannung für die zweite Halbzeit. Nach eher mühevollem Wiederanlauf, nahm sich der Gegner durch Strafen selbst aus dem Spiel beziehungsweise wir liefen zur Höchstform auf. Am Ende resultierten ein  klarer 20:29 Auswärtssieg; leistungsgerecht, doch im voraus nie erwartet.

Ein toller Abschluss der ersten Hälfte! Unüblich für die Vorrunde, ein vollständiger Spielplan ohne vorgezogene Rückrunden- oder verzögerte Vorrundenspiele. Die traditionelle Zielsetzung, mehr Punkte als Spiele (8 zu 6) und positive Tordifferenz (+2), ist gut erfüllt.

Optimismus für die Rückrunde ist erlaubt. Im Januar geht es gleich los mit 3 Spielen. Wenn wir immer "au grand complet" antreten können, liegen noch viele Punkte drin. Wer weiss, vielleicht (gegenwärtiger Leader mit 8 Punkten vor drei Mannschaften mit 6 Punkten) um die Krone ...?

Die Hallen sind geheizt (eisige Reithalle war vor Jahrzenten), damit keine Ausrede um einmal vorbeizuschauen und zu "fanen". Wir freuen uns!

Urs Fü