Athletic 57 - Pfadi Winterthur FOR 19:37 (9:18)

Kann Handballspielen bei so einem Resultat Spass machen? Lasst mich mit der Antwort zuwarten.

Nur 8 Feldspieler auf der eigenen Spielerbank und geschätzte 20 auf der gegnerischen; Spieler unter 50 als Ausnahme (3 Jungspunde!) gegen eine jugendliche Übermacht: Es konnte nicht wirklich darum gehen zu siegen; jedoch zumindest darum, dem Gegner einige Anstrengungen abzutrotzen und sich selbst mit gekonnten Aktionen zu präsentieren.

Unser erster Angriff war ein wunderbares Beispiel dafür:

Doppeltes Kreuzen, wie im letzten Training nochmals einstudiert, mit Superpass an den Kreis und Peng. Das 1:0 blieb die einzige Führung. Angesagte Spielzüge, wir kennen deren Mehrere, war unser Rezept. Leider vergaben wir einige sogenannt 100-prozentige und auch die beiden Penaltyschützen blieben hängen. Die aus den Fehlversuchen resultierenden Konter waren andererseits fast immer erfolgreich: Zu schnell und zu präzise abgeschlossen.

Ziel für die zweite Halbzeit war, etwas länger zu spielen und die Chancen zu verwerten. Der Start gelang recht gut mit einigen erfolgreichen Abschlüssen, auch die 7-Meter fanden das Ziel. Mit der Zeit wurden unsere Schritte etwas kürzer und das Atmen heftiger.

Pfadi FOR mit der Mischung aus ehemaligen Oberklassenspielern und Youngsters war nicht im Ansatz in Gefahr zu bringen. In dieser Zusammensetzung hätten etliche 3. Liga Mannschaften auch ihre liebe Mühe gehabt.

Nun, hat es dennoch Spass gemacht? Spass ist vielleicht der falsche Begriff. Zufriedenheit in dem Sinne, immer das Beste gegeben und bis zum Schluss als Mannschaft engagiert gekämpft zu haben. Auch Freude über überraschend viele gelungene Abschlüsse aus angesagten Spielzügen und darüber, dass jeder der Ü60 mindestens 1 Tor geworfen hat.

Urs Füglistaler, September 2016