HC Turbenthal 2 - Athletic 57 19:19 (10:14)

Auszug aus dem Spielbericht des HC Kriens-Luzern (Eingeweihte kennen meine Affinität zu diesem Verein):

Wenn Handballspiele etwas auszeichnet, dann sind es Spannung und Dramatik, wenn die Entscheidung nach umkämpften 59 Minuten in der Schlussphase fällt. Manchmal brutal, manchmal der Himmel auf Erden.… Im Heimspiel gegen Fortitudo Gossau war Spannung aber ein Fremdwort.

Spannung und Dramatik pur war schon das Aufbieten unserer Mannschaft. Unterstützung durch einen Spieler der SG (Stefan M.), das „Auftauchen“ eines Gastspielers (Olivier G.), der erneute Einsatz des Jokers (Heinz I.) und die Reaktivierung eines mehrfach Zurückgetretenen (Dani M.) füllten soweit das Matchblatt, dass auch nach verletzungsbedingter Absage (SMS kam auf der Hinfahrt) noch 2 Wechselspieler kurze Verschnaufpausen möglich machten.

Die Aufstellung war nicht so schwierig, vielleicht ausser der Entscheidung, wie 3 rechte Flügel am Effizientesten eingesetzt, andererseits 3 gelernten Aufbauspielern, dem einen Kreis und einen linken Flügel Ruhepausen eingeräumt werden können. Der Coach, Marco D., schaffte es dank der Bereitschaft jeden Spielers, auch an ungewohnter Position das Beste zu geben.

Zurück zu Spannung und Dramatik: In der ersten Halbzeit und weit in die zweite Halbzeit hinein, keine Spur davon. Bald hatten wir uns in der Verteidigung auf die Angreifer eingestellt und notfalls bügelte der Goalie den einen oder andern Fehler aus. Unsere Spielzüge griffen nicht wie gewünscht, brachten dennoch soviel Unruhe in die gegnerische Abwehr, dass in der ersten Halbzeit sowohl aus Aufbau und von den Flügelpositionen aus regelmässig Tore resultierten. Das 10:14 war für uns fast die grössere Überraschung als die Enttäuschung der deutlich jüngeren Gegner.

Bis Mitte zweite Halbzeit konnten wir mithalten und gar zum 12:17 ausbauen. Dann forderte der generöse Einsatz seinen Tribut. Tor um Tor holten die Turbenthaler auf und führten erstmals rund 4 Minuten vor Schluss mit 19:18. Den nächsten Angriff konnte deren Torwart abwehren jedoch nur als perfekten Pass an den Kreis. 19:19 und noch knapp 3 Minuten zu spielen. Dann die „erwünschte“ Dramatik und Spannung. Von Spielen kaum mehr die Rede; 20 Sekunden vor Schluss nochmals im Ballbesitz. Doch der letzte Pass konnte vom Gegner ins Aus abgewehrt werden.

Den Konjunktiv lasse ich ruhen. 100-Prozentige wurden von beiden Seiten vergeigt; und Schweigen darüber, dass nicht mehr Spieler den Weg nach Turbenthal fanden.

Tolles Spiel, tolle Teamleistung. Es hat Freude gemacht!

Urs Füglistaler, 24. September 2016

Vorschau:
Samstag, 1. Oktober, 14:15 Uhr, Auswärtsspiel gegen SG Räterschen/Seen Tigers in Elsau