Athletic 57 - HC Andelfingen 3 30:16 (12:8)

"Wer aufgehört hat, besser zu werden, hat aufgehört gut zu sein" Oliver Cromwell, Britscher Staatsmann (1599-1658)
Die Aussage „Wir tschutten nicht, sondern üben Handball“ am Donnerstag im Training, führt oft zu einem ungläubigen „Aha“. Den Hinweis, dazu gehöre auch das Einüben von Spielzügen, wird mit hochgezogener Augenbraue im Sinne von, „Erzähl das dem Fährimaa“ quittiert.
Nicht dass alle angesagten Spielzüge im Spiel gegen Andelfingen direkt zum Tor führten. Manchmal waren wir etwas zu starr auf die richtige Ausführung konzentriert. Spielzüge wurden zu eng als abzuschliessende Handlung betrachtet und nicht als Auslöser für die nächste Aktion, wenn das Tor nicht unmittelbar fiel. Zudem sind Aktionen dem Trainingsmanko geschuldet, bei denen die Bewegungsrichtung beim angesagten Spielzug die Falsche war oder der Blick eines Akteurs einem grossen Fragezeichen glich.
Bis gut zur Mitte der ersten Halbzeit konnte Andelfingen, zwar immer im Rückstand, tormässig mithalten. Auch weil der langzeitverletzte Flügel sofort zu seiner alten Gefährlichkeit fand, die Aufbauer mit und ohne Spielzug gut trafen, kamen wir nie in Gefahr. 12 Tore als Ausbeute sind in Ordnung. Mit etwas engagierterem Abwehrverhalten könnten es weniger als die 8 Erhaltenen sein (Klagen auf hohem Niveau!).

In den letzten Spielen starteten wir jeweils sehr gut in die zweite Halbzeit, um dann kräftemässig nachzulassen. Mit einem Superstart stand es bald 18:9. Andelfingen trat mit einer gut gefüllten Auswechselbank an. Da wir vier Wechselspieler hatten, gerieten wir nie in Gefahr, dass uns in der letzten Viertelstunde der Schnauf ausgeht.
In diesem Spiel gelang uns viel und wir konnten das im Training Gelernte zu einem schönen Teil umsetzen. Dass der Gegner eher gemächlich unterwegs war, erleichterte die Aufgabe.
Wenn wir zukünftig von Verletzungen verschont bleiben, die Wechselbank gut besetzen können, dank gutem Trainingsbesuch die Spielzüge bis zum nächsten Spiel besser verinnerlichen, in der Verteidigung nicht nur auf den Torwart hoffen (der hält ja dann schon), alle 7-Meter verwerten (nicht nur 3 von 5), werden sicher noch einige Punkte auf unserem Konto landen.

Urs Füglistaler zum Spiel vom 29. Oktober 2016