Pfadi Winterthur FOR - SG Athletic 57/Seen Tigers 4:   22:24 (11:13)

"Wenn alles zerfällt, werden wir aufrecht dastehen und gemeinsam antreten“, Refrain aus „James Bond 007: Skyfall“ (...We will stand tall / Face it all together)

Schon fast prophetisch der letzte Bericht zum Spiel gegen Flawil mit der Aussage, „This is the End“, und dem Hinweis auf die „eigenen Gesetze“ der Spiele gegen Pfadi Mannschaften. Zugegeben, mit dem Ende war mehr Frust als Zuversicht verbunden, dass die Serie der Niederlagen vorbei sein wird.

Im Vorfeld häuften sich verletzungsbedingte Absagen (vier!). Mit der Einstellung, das Spiel ist mir wichtig und der Apéro (zum ersten Heimspiel der 1.-Liga Seen-Tigers Mannschaft) kann ohne uns beginnen; in der ersten Halbzeit kann ich unterstützen (bevor ich meine Juniorenmannschaft coache); ich komme zwar spät, doch ich komme (und verlasse einen andern Anlass früher), konnten wir mit einer gut dotierten Mannschaft antreten. Dass drei der Verletzten entweder als Coach oder Zuschauer unterstützten, motivierte zusätzlich. Eben die Devise, „.. mit der Mannschaft, damit man es schafft mit der Mannschaft!“ (Brigitte Fuchs), umgesetzt!

Die ersten Minuten des Spiels liessen nichts Gutes erwarten. Pfadi imponierte mit druckvollen Aktionen und schon lagen wir zwei Tore hinten. Das war es dann schon. Dank aktiver Verteidigung fanden wir ins Spiel und vorne fielen nach und nach auch Tore für uns. So nach gut der Hälfte der Halbzeit pendelte sich ein, Pfadi ein Tor voraus und wir im Gegenzug mit dem Ausgleich. Ab dem 7:7 ging es so weiter bis zum 11:11, welches wir gar in Unterzahl erzielten. Erste Führung zum 11:12! Das 11:14 gelang trotz Möglichkeiten nicht mehr vor der Pause. In Anbetracht des harzigen Beginns war das 11:13 Pausenresultat ein Versprechen für die zweite Halbzeit. Eines, welches wir zu Beginn der zweiten Hälfte auch einlösten. Unser maximaler Vorsprung waren 3 Tore.

Eine Strafe zur Mitte der Halbzeit erlaubte Pfadi zwei Tore gut zu machen und dann gar zum 18:18 aufzuschliessen. Und wieder das Spiel: Ein Tor hier und eines dort bis zum 20:20. Es blieb eng nun mit leichtem Vorteil für Pfadi, welche jedoch nach der 22:21 Führung unsere Überlegenheit schlucken mussten. Die letzten drei Tore fielen, toll herausgepielt, auf unserer Seite.

Die Mannschaft gewinnt und die Mannschaft verliert, war der Kommentar eines Akteurs. Die offensichtlichsten „Winner“ zeigt die Torschützenliste (Anmerkung: Für einmal wurden alle 7-Meter versenkt). Auch Torhüter, die die Mannschaft mit tollen Aktionen im Spiel halten, wie die leichtfüssigen und auch gewichtigeren Mitspieler, die vorne und hinten engagiert kämpfen, braucht es für den Sieg.

Strafen gehören zum Handballspiel. Aber: Beim Verfolgen des Gegenstoss laufenden Spielers heisst es halt spätestens am 9er-Kreis: Abstoppen und Hände auf den Rücken. Zu engagiertes Eingreifen führt zu 7-Meter und Strafe. Und: Auch wenn die Attacke des Gegners, dessen lebenslängliche Sperre (oder gar Verwahrung) verdient hätte, der Schiri es aber anders oder gar nicht sieht: Es bei etwas Stöhnen (ohne endlosen Kommentar) belassen. Zur weiteren Erinnerung: Der Preis für den schönsten sterbenden Schwan wird auf der Ballettbühne oder allenfalls bei Pussy-Sportarten (z.B. dort, wo der Ball mit dem Fusse getreten) vergeben …

Das gespendete Kabinenbier war wohl verdient und gelitten sowie hier speziell nochmals verdankt.

Bösch P. (1); Dosch M. (TH); Frank A. (1); Füglistaler U.; Geissbühler R. (1); Heiniger W. (6/1); Hüppi A. (2); Koblet A. (7/3); Krampf Th. (2); Lüthi Th. (TH); Osuna P.; Schoch J. (4)
Coach: Pauritsch W.; Isler H.

Der KTV Wil ist nächsten Samstag unser nächster Gegner. Sie haben in ihrem 2.-Runden-Spiel 2 Punkte gegen Pfadi Winterthur FOR geholt; das erste Spiel gegen Pfadi Winterthur jedoch deutlich verloren.

Urs Füglistaler zum Spiel vom 28. Oktober 2017